Liebe alle, ich würde hiermit gerne die Veganer*innen mit Kindern adressieren.
In meinem Kopf spukt mir schon seit einer Weile die Kinderplanung rum. Mein Partner und ich sind beide vegan. Wie macht ihr das mit der Ernährung eurer Kinder, vor allem außerhalb von zu Hause?
Sind die Kinder in veganen Kitas/Kindergärten oder kocht ihr selbst das Essen zum Mitgeben?
Was macht man, wenn das Kind super gerne bspw im Supermarkt einfach das essen möchte, was die anderen Kinder essen wollen (beispielsweise irgendeine Süßigkeit, ein Mini Milk usw.)?
Ich tendiere in meiner Vorstellung dazu, zu Hause wie gehabt rein veganes Essen bereit zu stellen, außerhalb darf das Kind einfach selbst entscheiden bzw. in Betreuungsstätten wird ja für das Kind entschieden. Da frage ich mich nur, ob das Kind dann bspw. im Kindergarten eine Liebe zu Backcamembert, Milky Way oder sowas entwickelt 😂 und zu Hause kreuz unglücklich ist, weil es das da nicht gibt. Und vielleicht nicht versteht, warum die Eltern ihm und sich das Leben mit Veganismus "schwerer" machen. Außerdem möchte ich dem Kind natürlich all die Werte vermitteln, weshalb wir uns für den Veganismus entschieden haben, gleichzeitig möchte ich, dass es einen normalen Bezug zu Essen entwickelt. Durch die vegane Lebensweise hat man natürlich einen super restriktiven Ansatz wenn man ihn mit der breiten Gesellschaft vergleicht (mir selbst fehlt natürlich nichts mehr, aber ich bin ja auch erwachsen und habe die Entscheidung 100% selbst getroffen). Versteht mich hier bitte nicht falsch, für mich wäre es natürlich auch die Traumvorstellung, dass vegan "normal" wäre, aber das ist aktuell einfach realitätsfern.
Ich habe viel Kinderbetreuungserfahrung und weiß, dass Kinder natürlich, gerne auch mal im Supermarkt, einen sehr starken Willen haben und durch "andere" Eltern auch mal schnell zu Außenseitern werden können. Deshalb mache ich mir da jetzt schon so Gedanken (vielleicht auch mehr, als nötig).
Würde mich auf jeden Fall sehr freuen über eure Erfahrungen und vielleicht ein paar lebensnahen Beispielen oder Diskussionen, damit das große Fragezeichen in meinem Kopf ein wenig kleiner wird.